Direkt zu den Inhalten springen

 

Das Anwesen lag schläfrig in der Nachmittagssonne.

Die schlossartige Villa mit der großen Terrasse war von hohen Bäumen eingefasst und eine parkähnliche Gartenanlage zog sich bis hinunter zu einem See, an dem ein Bootshaus lag.

Auf eben jener Terrasse lag Hermine von Baltrusch und versuchte zu schlafen.

Versuchte - denn immer wenn sie die Augen schloss, riss sie das nervenaufreibende Hämmern aus den Kellerräumen wieder aus dem Dämmerzustand.

Sie wollte das Hausmädchen rufen, damit sie bei den Bauhandwerkern um Ruhe bitten sollte, als ihr einfiel, dass sie sie zum Einkaufen geschickt hatte.

Gerade als sie sich überwinden wollte um selbst bei den Leuten den Krach zu unterbinden, herrschte plötzlich Ruhe.

Nach dem vorhergehenden Lärm war die Stille mit der Hand zu greifen und wurde nur vom Summen der Bienen oder Hummeln unterbrochen.

Als sie gerade festgestellt hatte, dass sie durch die ständige Erwartung nach dem Wiedereinsetzen der Hammerschläge erst recht nicht einschlafen konnte, bemerkte sie Schritte, die sich um das Haus herum der Terrasse näherten.

Mit einem Auge nahm sie wahr, dass sich einer der Bauleute unschlüssig auf sie zu bewegte, als überlege er, ob er es wagen konnte, sie zu wecken.

Hermine richtete sich auf und gab ihm dadurch zu verstehen, dass sie ihn bemerkt hatte.