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Ich kann es nicht fassen
dass Du mich verlassen
so früh...

Ich war ganz Dein
nun bin ich allein
wie nie...

Mag Gott mir vergeben
wo er doch das Leben
mir gab...

Wie sehr wünsch' ich mir
ich wär' jetzt bei Dir
im Grab...


Langsam verebbte 
das furchtbare Entsetzen
in meinem Inneren.
War es mein Ich, 
oder meine Seele,
die nicht akzeptieren wollte
was geschehen war.

Mein Leben war vorbei;
zumindest das Leben, was wir
als unser Leben verstanden haben
und ich wusste plötzlich ganz klar
das nichts mehr sein würde wie bisher.

Meine Sinne waren irgendwie blockiert.
Die Welt um mich herum
sah ich wie durch eine Milchglasscheibe.
Die Geräusche kamen an mein Ohr
wie durch eine meterdicke Wand aus Watte.

Weigerte sich mein Innerstes weiterzuleben?
War es undenkbar 
allein zu existieren?
Ich weiß es nicht, denn die Zukunft
wie wir sie kannten,
versperrt jetzt eine dunkle Mauer aus Schweigen.



Hab ich etwas falsch gemacht
dass ich Dich so geliebt,
dass mir jetzt so ohne Dich 
vom Leben nichts mehr blieb.

Wär unse're Liebe ganz normal
wie andere gewesen,
dann könnte ich jetzt ohne Qual 
mein Leben weiterleben.

Ich könnte dann nach kurzer Zeit
zurück ins Leben gehen,
und braucht' nicht voll Gram und Leid
an Deinem Grab zu stehn.

Wer denkt schon in des Lebens Mai
wenn nur die Liebe spricht -
dass, wenn die Zweisamkeit vorbei
das andre Herz zerbricht.

Doch war die Zeit mit Dir so gut
voll Feuer, einzigartig, schön,
dass mich erwärmt der Rest der Glut
bis wir uns wiedersehn.