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Artikel 1/1 des Grundgesetzes
Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Artikel 3/1
Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Artikel 20/2
Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.
Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

Artikel 21/1
Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.

Soweit die Theorie.
Wie sieht es mit der Praxis aus?
Alle Macht soll vom Volke - also vom Bürger ausgehen.
Fühlen Sie sich mächtig?
Üben Sie Gewalt aus?
Ich meine hier nicht die Gewalt gegenüber dem Ehepartner, den Kindern oder Mitmenschen.
Ich meine hier die Macht über den eigenen Lebensraum, die Entscheidungsgewalt über die vielen kleinen und größeren Dinge des täglichen Lebens.

Haben Sie die Möglichkeit, Ihr Leben nach den Kriterien des gesunden Menschenverstands zu leben?
Versuchen Sie einmal ganz einfach Ihren PKW einen Meter über eine willkürlich gezogene Linie zu parken - ohne Jemanden zu behindern - oder fahren Sie auf einer völlig freien Landstraße 110, statt der vorgeschriebenen 100 Km/h.
Gleich meldet sich die Macht der Herrschenden und trifft Sie mit der ganzen Härte des Gesetzes.
Untersuchen wir zuerst einmal die Herrschenden.
Das sind die Abgeordneten, die sie und ich - wir alle - gewählt haben, damit Sie dafür sorgen, dass in unserem Zusammenleben eine gewisse Ordnung herrscht und keiner uns ungestraft behindern oder belästigen kann - damit wir in unseren Freiräumen leben können, solange wir andere damit nicht stören.
Was geschieht in der Praxis?
Ein pedantischer Beamtenapparat, den wir Bürger bezahlen, sitzt Tag für Tag daran, genaue Richtlinien und Regeln aufzustellen, die uns wie Mäuse in einem Laborlabyrint halten und uns mit Stromschlägen bestrafen, sowie wir irgendwo eine Wand berühren.
Wo bleibt der mündige Bürger?
Ist dies nur ein Spruch, der von "den Herrschenden" losgelassen wird, wenn es ihnen ratsam erscheint?
Dann müssten sie dem mündigen Bürgen auch überlassen, 
dass er auf der bewussten freien Landstraße auch mal 110 fahren kann, wenn er dies verantworten kann, denn er fährt ja da auch mal nur 60, wenn es die Situation erfordert.
Sie werden sagen: der mündige Bürger wird so verantwortungsvoll fahren, aber die vielen unvernünftigen - da muss uns doch das Gesetz schützen!
Sie haben Recht.
Das Gesetz soll den, der sich rücksichtslos verhält, mit der ganzen Härte treffen.
Die Versicherungen haben schon heute die Möglichkeit, solchen Leuten wegen Grobfahrlässigkeit den Schutz zu entziehen.
Damit wäre - ohne die Menschen, die sich als mündige Bürger im Verkehr bewegen zu kriminalisieren - die Sachlage entspannt, ohne Gesetzeshüter hinter jedem Chausseebaum. 
Aber dies ist nicht erst heute so, sondern war vor hunderten oder Tausenden von Jahren ähnlich - ganz gleich, wer gerade die Herrschenden waren.
A propos Gesetze.
Es ist selbstverständlich, dass sich eine Gesellschaft wie schon gesagt - Verhaltensregeln geben muss, um ein reibungsloses Zusammenleben der Menschen zu gewährleisten.
Jeder vernünftige Mensch sieht dies ein.
Abgesehen von den 10 Geboten, die uns der liebe Gott gegeben hat, werden Gebote, bzw. Gesetze von Menschen, meistens von Parteimenschen ohne ein Fünkchen Sachverstand.
Wenn man merkt, dass eines dieser Gesetze nicht funktioniert, versucht man es mit Verordnungen und Präambeln einigermaßen zum Laufen zu bringen.

 

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